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ROCHE.DE: FACHINFORMATIONEN ZUM LUNGENKARZINOM

In unserem Fachbereich erhalten Sie weitere Informationen zum Lungenkarzinom und unseren Therapieoptionen.

Wissen und Verstehen - Reha und Nachsorge

Nach der Therapie

Wie geht es nach der Behandlung weiter?

Die Zeit nach einer abgeschlossenen Lungenkrebstherapie ist durch zwei wesentliche Ziele geprägt: Die Gesundheit erhalten und die Wiedereingliederung in das gesellschaftliche und berufliche Miteinander ermöglichen. Die Nachsorge beinhaltet deshalb sowohl engmaschige Kontrolluntersuchungen als auch Rehabilitations- maßnahmen, die die Rückkehr in den Alltag erleichtern können.

Im Rahmen der Nachsorge stellt Ihr Arzt fest, ob sich der Therapieerfolg bestätigt und sich keine neuen Krebszellen im Körper bilden. Auch eventuelle Begleit- oder Folgeerkrankungen können bei den Nachsorgeterminen erkannt und behandelt werden. Sollte der Tumor wieder auftreten und ein sogenanntes Rezidiv vorliegen, dienen die Untersuchungen auch dazu, dieses möglichst frühzeitig zu erkennen und direkt zu behandeln. Als Patient werden Sie im Rahmen der Nachsorge umfassend beraten und auch bei eventuellen psychischen oder sozialen Fragen unterstützt. Sprechen Sie Ihren Arzt an, wenn Sie sich weiterführende Hilfsangebote wünschen.

Blick auf das Zifferblatt einer alten Taschenuhr

Hinweis für Angehörige
Gemeinsam ist man stärker – Unterstützen Sie den Betroffenen bei der Einhaltung der Nachsorgetermine und bieten Sie ihm zum Beispiel an, ihn an diesen Tagen zum Arzt zu begleiten. Hören Sie aber auch auf sich selbst: Für Angehörige gibt es ebenfalls Angebote, die Ihnen in Ihrer persönlichen Situation helfen können – auch nach der Therapie.

Wann finden Nachsorgetermine statt?

Insbesondere in den ersten fünf Jahren erfolgt die Nachsorge sehr engmaschig. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Krebserkrankung zurückkehrt, ist in diesem Zeitraum höher als im Anschluss daran. Und: Wenn sich fünf Jahre nach Ende Ihrer Lungenkrebstherapie keine neuen Tumorzellen gebildet haben, gelten Sie aus medizinischer Sicht als geheilt.

Die Untersuchungen finden in der Regel im Abstand zwischen einem bis mehreren Monaten statt. Die genaue Art und den Umfang der Untersuchungen stimmt der Arzt auf Ihren individuellen Krankheitsverlauf ab. Er berücksichtigt dabei vor allem, wie weit der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose bereits fortgeschritten war und welche Behandlungen durchgeführt wurden. Zu einer Nachsorgeuntersuchung gehören

  • ein ausführliches Gespräch
  • eine körperliche Untersuchung
  • Ultraschalluntersuchungen
  • Computertomografie oder Kernspintomografie (bei Bedarf)
  • die Bestimmung von Tumormarkern im Blut
Übersicht zum Nachsorgekonzept
Standardisierter Nachsorgealgorithmus bei Lungenkrebs

Kostenloses Infomaterial

Was passiert in der Rehabilitation?

Nach der Therapie haben Sie als Patient in der Regel Anspruch auf bestimmte Rehabilitationsmaßnahmen. Auswirkungen der Krebstherapie können gemildert und die körperliche Leistungsfähigkeit soweit wie möglich wiederhergestellt werden. Auch bei der Verarbeitung Ihrer Erkrankung bieten sich Ihnen verschiedene Hilfsangebote. Je nach individuellem Bedarf erfolgt eine onkologische Rehabilitation stationär, teilstationär oder ambulant. Für einige Patienten kann es sinnvoll sein, sich für eine Zeit an einem anderen Ort von der Krebsbehandlung zu erholen; andere hingegen schätzen gerade die Möglichkeit, auch während einer Reha in ihrem gewohnten Umfeld zu sein. Zu den möglichen Rehabilitationsmaßnahmen nach einer Lungenkrebserkrankung gehören:

  • Krankengymnastik
  • Atemtherapie
  • Massagen
  • Inhalationstherapie
  • Ergotherapie
  • Entspannungsübungen
  • Ernährungsberatung
  • Einzel- und Gruppengespräche

Fundierte Informationen sind die beste Voraussetzung für die Wahl der richtigen Therapie. Doch auch für die Zeit nach der Therapie lohnt sich eine gründliche Recherche zu Rechten und Ansprüchen, die Sie als Lungenkrebspatient geltend machen können.

Was umfasst die Anschlussheilbehandlung?

Die Anschlussheilbehandlung entspricht der medizinischen Rehabilitation. Diese soll zunächst den Genesungsprozess fördern und wird oft in speziellen Rehabilitationskliniken durchgeführt. Oftmals schließt sie sich direkt an den Krankenhausaufenthalt an und dauert etwa drei bis vier Wochen. Des Weiteren gibt es sogenannte Folge- oder Nachkuren, die die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit aufheben oder einer drohenden Erwerbsunfähigkeit vorbeugen sollen. Bei der Wahl der für Sie passenden Maßnahme berät sie der Soziale Dienst in der Klinik. Bei gesetzlich Versicherten werden die Kosten entweder von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung getragen; privat Versicherte sollten ihren Vertrag daraufhin überprüfen. Sprechen Sie mit Ihrem zuständigen Klinikarzt oder mit Ihrem Hausarzt. Diese werden alles Notwendige für Sie in die Wege leiten und Sie bei der Wahl der passenden Klinik oder anderer Rehabilitationsmaßnahmen unterstützen. In bestimmten Situationen können die Kosten für eine Begleitperson oder Pflegekraft genehmigt werden.

Die Anschlussheilbehandlung sollte vom behandelnden Arzt bereits im Krankenhaus verordnet werden, mithilfe des Sozialen Dienstes können Sie als Patient den Antrag stellen. Wenn Sie nach Entlassung aus dem Krankenhaus noch ambulant bestrahlt werden, kann auch Ihr Radiologe die Anschlussheilbehandlung verordnen.


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