Haben Sie Fragen?

0800.1005599 PatientenprogrammMein Service »
Rehabilitation
Leben

Reha bei Lungenkrebs

Wieder so gesund wie möglich werden: Das ist das Ziel der Rehabilitation. Bei Lungenkrebs kann die Reha Betroffenen helfen, die Erkrankung zu verarbeiten und wieder zurück in den Alltag zu finden.

Welche Reha kommt bei Lungenkrebs infrage?

Im Anschluss an die Behandlung Ihrer Lungenkrebserkrankung haben Sie in der Regel Anspruch auf eine spezielle Form der Rehabilitation, die onkologische Reha. Sie soll dazu beitragen, dass Sie die Auswirkungen der Erkrankung und der Therapie besser verkraften und wieder so fit wie möglich werden. Deshalb werden die verschiedenen Maßnahmen, die bei einer Reha generell infrage kommen, an Ihre persönliche Situation angepasst. Dazu gehören:

  • Physiotherapie, um die Beweglichkeit nach einer Operation zu verbessern
  • Atem- und Inhalationstherapie, um Probleme bei der Atmung – etwa durch den Verlust eines Teils der Lunge – auszugleichen
  • Ergotherapie, um zum Beispiel Bewegungseinschränkungen oder eine Polyneuropathie abzumildern, den Umgang mit Hilfsmitteln zu erlernen oder die Köperwahrnehmung zu schulen
  • Sport- oder Bewegungstherapie, um, die körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen oder Erschöpfung (Fatigue) abzumildern
  • Schmerztherapie, um Beschwerden zu lindern
  • Ernährungsberatung, um (wieder) ein gesundes Gewicht zu erreichen und dauerhaft mit allen Nährstoffen versorgt zu sein
  • Entspannungsübungen, um besser zur Ruhe zu kommen
  • Psychoonkologische Hilfestellung, um die Lungenkrebserkrankung besser zu verarbeiten, Ängste und Depressionen abzubauen und so die Lebensqualität

Meist wird die Reha bei Lungenkrebs als sogenannte Anschlussheilbehandlung (AHB) bzw. Anschluss-Reha (AR) durchgeführt. Das Besondere daran: Sie beginnt unmittelbar oder spätestens zwei Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus und dauert in der Regel drei Wochen. Wenn Sie, aus welchen Gründen auch immer, die Reha nicht direkt nach Abschluss der Erstbehandlung wahrnehmen möchten, können Sie bis zu einem Jahr nach Abschluss der Therapie eine reguläre Reha beantragen.

Die onkologische Reha umfasst medizinische Maßnahmen. Sie bietet aber keine Unterstützung, wenn es um die Rückkehr in den Beruf geht. Hier greift die berufliche Rehabilitation oder besser gesagt die sogenannten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Mehr Informationen zu dieser Form der Reha bekommen Sie bei der Deutschen Rentenversicherung.

Onkologische und berufliche Reha

Wie beantrage ich eine Reha?

Den Antrag auf eine Reha müssen Sie in jedem Fall selbst stellen. Die entsprechenden Formulare bekommen Sie beim Kostenträger, also in der Regel bei der Deutschen Rentenversicherung oder der Krankenkasse. Wenn Sie privat versichert sind, sollten Sie Ihren Vertrag auf Reha-Leistungen hin überprüfen. Wichtig ist, dass Sie dem Antrag eine Stellungnahme Ihres Arztes beilegen, also entweder einen Befund- oder Krankenhausbericht oder ein Gutachten. Liegt dies nicht vor, fragen Sie Ihren Arzt danach. Wenn Sie Ihre Reha-Maßnahme in Form einer Anschluss-Reha wahrnehmen möchten, sollte Ihr Arzt dieses ohnehin verordnen. Außerdem können Sie sich in dem Fall an den Sozialdienst des Krankenhauses, in dem Sie behandelt wurden, wenden. Er hilft Ihnen bei der Antragstellung.

Wo ist eine Reha bei Lungenkrebs möglich?

 

  • Bei der stationären Reha werden Sie in der Reha-Klinik rund um die Uhr betreut und alle Angebote sind genau aufeinander abgestimmt. Außerdem können Sie sich mit anderen Patienten austauschen.
  • Bei der teilstationären Reha sind Sie von morgens bis nachmittags im Reha-Zentrum. Die Abende und Wochenenden können Sie zu Hause verbringen. Das ist für vor allem dann interessant, wenn Sie das gewohnte Umfeld nicht verlassen möchten, es Ihnen relativ gut geht und eine Reha-Klinik in der Nähe ist.
  • Bei der ambulanten Reha können Sie komplett in Ihrem Umfeld bleiben. Allerdings müssen Sie dann in Kauf nehmen, dass sie die Maßnahmen bei unterschiedlichen „Anbietern“ (Physio-, Atem- oder Sporttherapeuten, Ernährungsberatern, Psychoonkologen) wahrnehmen müssen. Das kann mit Fahrerei verbunden sein.

Hilfestellung beim Reha-Antrag

Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt im Krankenhaus oder mit Ihrem Hausarzt. Sie können alles Notwendige für Sie in die Wege leiten und Sie bei der Wahl der passenden Klinik oder anderer Reha-Maßnahmen unterstützen.

Wenn Sie Fragen zur Antragsstellung für Ihre Reha haben können Sie sich auch an den Beratungsdienst der Deutschen Rentenversicherung wenden. Neben einem Online-Informationsangebot gibt es auch in jedem Bundesland Beratungsstellen an die Sie sich vor Ort wenden können. Sie erreichen den Reha-Beratungdienst außerdem unter reha-beratungsdienst@drv-bund.de

CHECKLISTE

Rehabilitation

Welche Reha ist für mich sinnvoll? Wo finde ich eine Reha-Klinik? Wie beantrage ich eine Reha? Mit unserer Checkliste haben Sie die wichtigsten Fragen für das Gespräch mit Ihrem Ansprechpartner im Blick.

Zur Checkliste »

Checkliste