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Essen bedeutet Energie, Genuss und oft auch soziales Miteinander. Bei einer Krebserkrankung können sich die Ernährungsgewohnheiten umstellen – entweder, weil Sie als Patient bestimmte Lebensmittel nicht mehr so gut vertragen oder weil sich Ihr Appetit verändert. Eine gesunde Ernährung ist aber eine wichtige Ergänzung zur medizinischen Therapie.

Was kann ich bei der Ernährung beachten?

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Ausgewogene Ernährung ist für jeden Menschen essenziell, ob gesund oder krank. Sie versorgt uns mit wichtigen Nährstoffen, verbessert unseren Allgemeinzustand und beschert ein Stück Lebensqualität. Nach der Diagnose Krebs gerät ein solch elementarer Bestandteil unseres Alltags wie unsere Ernährung oft auf den Prüfstand. Darf ich nach wie vor Fleisch essen? Bekommt mir mein Lieblingsessen noch? Gibt es Produkte, die meinen Zustand verbessern? Schärfen Sie Ihre Wahrnehmung für das, was Ihr Körper nun braucht. Was Sie gut vertragen, ist generell auch erlaubt. In jedem Fall sollten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen aber auch Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen achten. Auch die Konsistenz der Nahrung kann sich positiv auf die Verträglichkeit auswirken; vitaminreiche Suppen und Eintöpfe sind oftmals leichter zu verdauen.

Wie reagiere ich auf Appetitlosigkeit?

Vielleicht ergeht es Ihnen wie vielen Krebspatienten, die während Ihrer Behandlung bestimmte Probleme im Zusammenhang mit Essen beobachten: Ihre Schleimhäute sind gereizter und manches vertragen Sie nicht mehr so gut, bestimmte Gerüche oder Geschmäcker mögen Sie nicht mehr oder Sie haben mit Übelkeit oder gar Erbrechen zu kämpfen. Vielleicht leiden Sie auch an Appetitlosigkeit. Diese kann auf die Ernährung zurückzuführen sein; möglicherweise hängt der schwindende Appetit aber auch mit Ängsten und Sorgen zusammen, die die Nebenwirkungen der Therapie mit sich bringen. Für den richtigen Umgang mit dieser vorübergehenden Erscheinung können Sie folgendes beherzigen:

  • Nehmen Sie über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten ein.
  • Richten Sie die Speisen appetitlich an.
  • Decken Sie den Tisch und nehmen Sie sich Zeit.
  • Essen Sie in Gemeinschaft.
  • Lassen Sie Ihrer Fantasie bei der Kreation neuer Gerichte freien Lauf.
  • Setzen Sie sich nicht unter Druck, wenn Sie einmal kein Hungergefühl verspüren.
Eine professionelle Diätberatung wird immer ärztlich verordnet.

Was nutzt eine Ernährungsberatung?

Auch wenn es die eine richtige Krebsernährung oder gar Krebsdiät nicht gibt, kann es unterstützen, mit einem professionellen Ernährungsberater zu sprechen. Er kann zusammen mit Ihnen einen Speiseplan erstellen, der nicht nur gut verträgliche Nahrungsmittel, sondern auch Ihre persönlichen Wünsche und Vorlieben berücksichtigt.

Der Begriff der „Ernährungsberatung“ ist nicht geschützt; als „Diätberater“ hingegen können sich nur Ernährungsmediziner, Diätassistenten oder Diplom-Ökotrophologen bezeichnen.

Ernährung bei Lungenkrebs
Fokusthemen

Ulrike Müller ist Diplom-Oecotrophologin und berät Lungenkrebspatienten in Fragen der Ernährung. Im Interview erklärt sie, worauf Patienten achten sollten und wie sie während der Therapie bei Kräften bleiben.

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