Bewegung bei Lungenkrebs

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Regelmäßige Bewegung und Phasen der Entspannung verhelfen nach einer Lungenkrebserkrankung zu neuem Selbstvertrauen und steigern das Wohlbefinden. Dabei müssen Sie keine sportlichen Höchstleistungen vollbringen: Integrieren Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag und hören Sie auf Ihren Körper.

Warum helfen Bewegung und Entspannung?

Bewegung und Entspannung sind wichtig für ein gutes Körpergefühl und mehr Dynamik im Alltag, vor allen Dingen im Rahmen einer Krebserkrankung. Natürlich ist ein Sportprogramm während der Therapiemaßnahmen nicht immer möglich. Dennoch stärken Sie schon mit Atem- und Dehnübungen Ihren Körper und erweitern so Ihren Aktivitätsradius.

Bewegung bei Lungenkrebs
Im Video berichten Menschen mit Lungenkrebs, welche Bedeutung Bewegung und Sport in ihrem Leben haben und wie sie das richtige Maß finden.

Der Atem gibt das Tempo vor

Unser Atem ist wie der Motor, der uns in Bewegung bringt. Über ihn tanken wir Kraft und Energie. Wenn die Atemkapazität durch eine Erkrankung wie Lungenkrebs eingeschränkt ist, sind bestimmte Verhaltensweisen für ein freieres Atem besonders wichtig. Neben regelmäßigen Atemübungen können Sie im Alltag zum Beispiel atemerleichternde Haltungen einnehmen, wie etwa durch das Abstützen an einem Geländer und das Nutzen eines Gehstocks. Verwöhnen Sie Ihren Körper regelmäßig mit Wärme und Entspannungsübungen. Und nicht zuletzt: Der Atem bestimmt das Bewegungsmaß und die -intensität; er zeigt Ihnen, was geht und was nicht. Gymnastische Atemübungen, die Ihre Lungenfunktion trainieren und Ihre Leistungsfähigkeit steigern können, finden Sie in der Rubrik Atemübungen.

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Tief durchatmen – Atemtherapie informativ & anschaulich erklärt

Die Broschüre stellt Techniken und Übungen vor, die helfen können, die Lunge zu trainieren und sich bei Atemnot zu entspannen.

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Atembroschüre

Wie baue ich Bewegung gezielt in den Alltag ein?

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Sie Bewegung gut in Ihren Alltag integrieren können:

  • Versuchen Sie, täglich spazieren zu gehen, wenn möglich 20 Minuten und mehr.
  • Dehnen Sie regelmäßig Ihre obere Rumpfmuskulatur.
  • Belasten Sie sich nur so stark, wie es Ihre Verfassung erlaubt.
  • Nutzen Sie beim Sport Hilfsmittel, wie etwa ein E-Bike zum Fahrradfahren.
  • Probieren Sie neue und sanftere Sportarten, wie Walken oder Yoga.

Finden Sie das für Sie richtige Maß an Bewegung. Wichtig ist, dass es Ihnen guttut und Spaß macht.

Entspannen und neue Kraft tanken

Fühlen Sie sich nach den Strapazen der Erkrankung und Therapie erschöpft? Gerade nach einer Zeit, geprägt von Angst und Sorgen, kann gezielte Entspannung zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit führen. Mit den richtigen Übungen tanken Sie neue Energie und bringen Körper und Geist ins Gleichgewicht. Viele Entspannungstechniken arbeiten über ein Bewusstmachen der Atmung. Das kann gerade Betroffenen, denen nach der Lungenkrebserkrankung das Atmen schwer fällt, helfen.

Entspannung will geübt sein.

Wie lerne ich, mich richtig zu entspannen?

Auch Entspannung will gelernt und geübt sein. Sind Sie im Rahmen Ihrer Therapie bereits von einem Physiotherapeuten behandelt worden? Er kann Ihnen Übungen aus dem Yoga, dem Pilates oder dem Autogenen Training zeigen, die Sie einfach und bequem auf einer Matte zuhause anwenden können. Trauen Sie sich, Neues auszuprobieren!

Motivieren Sie Ihren Partner, sich entsprechend seiner Möglichkeiten zu bewegen und machen Sie mit. Belohnen Sie ihn und sich für gemeinsame Bewegung mit einem schönen Essen oder einer wohltuenden Massage. Planen Sie solche Momente bewusst in Ihr Bewegungsprogramm ein.

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