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Weihnachten – mit Appetit und Genuss

 

Das Spritzgebäck im Ofen und der Schmorbraten auf dem Herd – an Weihnachten werden immer auch jahrelange kulinarische Traditionen gefeiert. Bei einer Erkrankung wie Lungenkrebs kann es sein, dass Sie sich mehr Gedanken über Ihren Speiseplan machen. Dennoch sollte in einer Zeit wie Weihnachten der Genuss nicht zu kurz kommen. Essen Sie vor allem, worauf Sie Lust haben und was Ihnen schmeckt.

Sprechen Sie für mehr Weihnachtsgenuss möglichst alle Sinne an.

Ein Fest für die Sinne

Essen an WeihanchtenKein Fest schmeckt so intensiv wie Weihnachten. Zimt, Nelken oder Wacholderbeeren sind nur eine Auswahl der weihnachtstypischen Gewürze. Denn diese sind es zumeist, die dem Essen ihren besonderen Geschmack geben. Wenn Sie also aus Verträglichkeits- oder gesundheitlichen Gründen auf fettes oder sehr reichhaltiges Essen verzichten müssen, stehen Ihnen die Kräuter und Aromen dennoch zur Verfügung.

Nutzen Sie die Vielfalt der Sinne: Auch eine liebevoll angerichtete Tafel, der Geschmack von Bratäpfeln oder das Knacken der Holzscheite im Kamin machen Weihnachten zu Weihnachten. Und wenn Sie als Lungenkrebspatient an diesem Festtag nicht auf die Gans mit Klößen und die Extraportion Sauce verzichten wollen, dann gönnen Sie sich eben bewusst diese Ausnahme, denn auch dies wird zu Ihrem Wohlbefinden beitragen.

Entdecken Sie Getränke, die Sie bislang nicht probiert haben.

Alkoholfrei genießen

Anders verhält es sich möglicherweise mit dem Genuss von Alkohol. Manche Krebstherapien erfordern es vielleicht, auf Alkohol zu verzichten, da sonst die Wirkung beeinträchtigt oder Ihre Leber zusätzlich belastet werden könnte. Sichern Sie sich hier im Vorfeld bei Ihrem Arzt ab, ob Sie sich bei laufender Therapie eine Ausnahme gönnen können oder lieber nicht. Falls Sie das Fest ohne Alkohol feiern, experimentieren Sie ruhig mit der Getränkeauswahl. Es muss nicht immer nur das alkoholfreie Bier sein. Haben Sie schon einmal nullprozentigen Gin probiert? Oder wie wäre es mit einem Zitrus-Kurkuma-Punsch? Bleiben Sie neugierig und kreativ.

 

Ideen für leichten Genuss

Sie suchen noch nach der passenden Idee für ein aromatisches und gut bekömmliches Weihnachtsessen? Diese Gerichte eignen sich bestens, um Klassiker der Weihnachtsküche mit verträglicheren Alternativen abzulösen:

  • Puten- statt Gänsekeulen
  • Lachsfilet statt Schweinebraten
  • Forelle im Ofen statt Karpfen
  • Kartoffelsalat mit Vinaigrette statt Mayonnaise
  • Gemüsepuffer statt Kartoffelklößen
  • Gewürzplätzchen statt Dominosteine
  • Orangensorbet statt Panna Cotta
  • Bratäpfel statt Tiramisu

 

Was hilft bei Übelkeit?
Gerade während der Therapiephase kann es vorkommen, dass Sie bestimmte Gerüche nicht mehr so gut vertragen oder Ihnen schneller übel wird. Damit Sie mit der reichhaltigen und aromatischen Weihnachtsküche nicht überfordert sind, helfen diese Tipps:

Kochen Sie nach Möglichkeit nicht selbst, wenn Ihnen die Gerüche auf den Magen schlagen, und schließen Sie die Küchentür. Essen Sie Ihre Gerichte lieber lauwarm als dampfend heiß. Stärkehaltige Speisen sind zudem leichter bekömmlich. Integrieren Sie Ingwer in Ihr Menü oder trinken Sie einen frisch aufgebrühten Tee. Bei Übelkeit hilft es außerdem, viele kleine Mahlzeiten statt einigen üppigen zu sich zu nehmen. Die Festtage als Zeit des Naschens und Probierens eignen sich ohnehin hervorragend für viele kleine Genüsse zwischendurch.