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Rauchstopp

 

Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Aber je früher es gelingt, desto besser ist es für die Gesundheit. Denn auch, wenn man mit dem Rauchen aufgehört hat, bleibt das Lungenkrebsrisiko noch lange erhöht. Das zeigt eine neue Studie1.

Für ihre Untersuchung werteten Forscher Daten von mehreren Studien aus, die das Rauchverhalten der Teilnehmer ermittelten. Innerhalb des Beobachtungszeitraums erkrankten einige Teilnehmer an Lungenkrebs. Nicht überraschend: Die Teilnehmer, die stark geraucht hatten, erkrankten im Vergleich deutlich häufiger daran als Nie-Raucher. Wer beispielsweise von fünf Jahren mit dem Rauchen aufgehört hatte, hatte ein 12-fach erhöhtes Risiko im Vergleich zu Nie-Rauchern. Ex-Raucher, die schon vor 25 Jahren aufgehört hatten, konnten ihr Risiko immerhin auf das vierfache senken.

Die Studie zeigt also, dass sich ein Rauchstopp lohnt – je eher, desto besser. Da das Lungenkrebsrisiko aber erhöht bleibt, sollten auch Ex-Raucher besonders aufmerksam sein, um eine Lungenkrebserkrankung frühzeitig zu bemerken.

Vom Raucher zum Ex-Raucher

Wie aber kommen Sie von der Zigarette los? Im ersten Schritt sollten Sie sich bewusst machen, warum Sie rauchen und warum Sie damit aufhören wollen. Diese Gründe sollten sie aufschreiben – als eine Art persönliches „Pro“ und „Contra“. So sehen Sie, was überwiegt und können die Herausforderung besser annehmen. Aufschreiben ist auch beim nächsten Schritt wichtig: Führen Sie ein Rauchertagebuch und notieren Sie wann, wo und warum Sie rauchen. Wenn Ihnen Ihr Verhalten bewusst ist, können Sie auch bewusst dagegen steuern und sich beispielsweise eine Alternative zur Zigarette überlegen. Was Ihnen auch helfen kann, ist Unterstützung von anderen.

Erzählen Sie Menschen in Ihrem Umfeld von Ihrem Plan. Das erhöht die Motivation, es allen zu zeigen und wirklich durchzuhalten.

Der erste Tag ohne Zigarette

Bei einer effektiven Vorbereitung kann der erste Tag ohne Zigarette problemlos kommen. Aber auch der sollte gut geplant sein:

  • Entsorgen Sie alle Aschenbecher, Feuerzeuge, Streichhölzer – und natürlich ALLE Zigaretten
  • Ziehen Sie frisch gewaschene Kleidung an, da Rauchgeruch das Verlangen auslösen kann
  • Legen Sie eventuell Nikotinersatzpräparate gegen Entzugserscheinungen bereit
  • Gegen das Verlangen nach der Morgen-Zigarette hilft ein Glas Wasser auf dem Nachttisch

Motivieren Sie sich selbst

Eine besondere Herausforderung sind die Entzugserscheinungen und Verlangensattacken nach einer Zigarette, die fast jeden neuen Ex-Raucher in den ersten Tagen plagen.

In der Regel klingen diese aber nach einigen Tagen ab. Machen Sie sich in solchen Situationen immer wieder bewusst, dass Sie schon nach kurzer Zeit vom Rauchstopp profitieren.

Viele praktische Tipps sowie Programme zum Rauchstopp finden Sie auch unter www.rauchfrei-info.de/ und www.dkfz.de/de/rauchertelefon/index.html

 

Machen Sie sich bewusst:

  • Nach 20 Minuten sinken Puls und Blutdruck auf normale Werte.
  • Nach zwölf Stunden werden alle Organe besser mit Sauerstoff versorgt und die Leistungsfähigkeit steigt.
  • Nach zwei Wochen stabilisiert sich der Kreislauf und auch die Lungenfunktion verbessert sich zunehmend.
  • Sie gewinnen Ihre Entscheidungsfreiheit zurück: Sie bestimmen über Ihre Zeit, nicht länger die Zigarette.
  • Es bleibt eine ganze Stange Geld für Ihre kleinen oder großen Wünsche übrig.
Diagnose

Wie entsteht Lungenkrebs? Wie äußert sich die Erkrankung? Was genau sind die Symptome? Mehr Informationen dazu finden Sie hier

Quelle
1Tindle H A et al. Lifetime Smoking History and Risk of Lung Cancer: Results From the Framingham Heart Study. Journal of the National Cancer Institute 2018, 110(11):1201-7