Haben Sie Fragen?

0800.1005599 PatientenprogrammMein Service »
Fokusthemen

Gut schlafen bei Lungenkrebs

Tief ein- und ausatmen, zur Ruhe kommen, einschlafen. Am Ende eines Tages heißt es abschalten und in einen erholsamen Schlaf finden. Doch was ist, wenn dies nicht so einfach gelingt? Gerade Lungenkrebspatienten haben oft mit Luftnot zu tun. Was hilft? Ein Überblick.

Abhilfe gegen Lufttrockenheit

Wenn der Winter Einzug hält, wird die Luft trockener und dadurch die Atemwege gereizter. Die Heizungen laufen auf Hochtouren und keiner möchte bei Minusgraden gerne lüften. Dabei ist Stoßlüften nicht nur erfrischend; kühle Luft erwärmt sich auch schneller als verbrauchte. Dennoch ist auch die Luftfeuchtigkeit entscheidend. Die Heizkörper können Sie mit Luftbefeuchter ausstatten oder zumindest mit einem feuchten Tuch bedecken. Außerdem gibt es verschiedene Luft- oder Raumbefeuchter als Standgerät, die Sie im Schlafzimmer aufstellen können.

Darüber hinaus sind sogenannte Aromavernebler gute Helfer, die je nach Präferenz, bestimmte Düfte zusammen mit Wasserdampf versprühen. Ätherische Öle, wie zum Beispiel mit Lavendelduft, unterstützen Sie dabei, die Entspannung am Abend zu fördern und Ihr Wohlbefinden zu steigern.

Wer sich erhöht bettet, schafft automatisch mehr Raum für die Atmung.

Sich optimal betten

Menschen mit Luftnot kennen es – das Gefühl, im Liegen noch schlechter Luft zu bekommen als im Stehen oder Sitzen. Hier hilft nur eins: den Oberkörper beim Liegen in eine erhöhte Position zu bringen. Somit lastet weniger Druck auf der Lunge und das Atmen wird natürlich erleichtert. Dabei unterstützen Sie mehrere Kissen oder spezielle Keilkissen. Auch eine Matratze, die den eigenen Schlafbedürfnisse und -gewohnheiten entspricht, ist eine gute Investition. Schwere Menschen liegen grundsätzlich besser auf festen Matratzen, leichte Menschen auf weicheren Matratzen. Das Bettenfachgeschäft ist eine gute Anlaufstelle, um sich optimal auszustatten.

Kleine Helfer – große Wirkung

Keilkissen oder sogenannte Erhöhungskeile werden meist aus einem relativ festen Viskose-Schaum hergestellt. Dieser passt sich der Körperform an und verteilt den Druck. Sie verrutschen nicht so schnell und sorgen im Kopfbereich für eine konstant erhöhte Liegeposition.

Zeit für Entspannung

Nicht nur die äußeren Rahmenbedingungen sorgen für einen guten Schlaf. Versuchen Sie auch, innerlich loszulassen und vor dem Zubettgehen zur Ruhe zu kommen. Lockern Sie den Schulter- und Nackenbereich durch Dehnübungen und holen Sie am geöffneten Fenster tief Luft. Nehmen Sie sich vielleicht auch Zeit für gezielte Atemübungen. Wenn Sie trübe Gedanken beschäftigen, hilft es, diese aufzuschreiben und am Tag erneut darüber nachzudenken. Vielleicht können Sie auch mit einem Angehörigen über Ihre Sorgen sprechen. Sollten Sie gar nicht zur Ruhe kommen, stehen Sie wieder auf, lenken Sie sich mit einer Tätigkeit ab und gehen Sie erst wieder zu Bett, wenn Sie sich ausreichend müde fühlen.